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ProSiebenSat.1 Media Aktie

Aktie
WKN:  PSM777 ISIN:  DE000PSM7770 US-Symbol:  PBSFF Branche:  Medien Land:  Deutschland
4,93 €
-0,016 €
-0,32%
13.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,10 Mrd. €
Streubesitz
16,75%
KGV
5,96
Dividende
0,050 €
Dividendenrendite
1,02%
neu: Nachhaltigkeits-Score
51 %
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ProSiebenSat.1 Media Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

ProSiebenSat.1 Media SE ist eine börsennotierte europäische Medien- und Entertainment-Gruppe mit Fokus auf werbefinanziertes Privatfernsehen, digitale Entertainment-Plattformen, Commerce-Aktivitäten und datenbasierte Werbevermarktung. Der Konzern steuert ein Portfolio aus Free-TV-Sendern, Streaming-Angeboten, digitalen Vermarktungsplattformen sowie Beteiligungen in E-Commerce und Online-Services. Der Kapitalmarkt bewertet das Unternehmen maßgeblich nach seiner Reichweite im deutschsprachigen Raum, seiner Fähigkeit zur Monetarisierung von Zielgruppen über mehrere Kanäle sowie seiner operativen Effizienz in einem strukturell herausgeforderten TV-Markt. Für konservative Anleger steht im Mittelpunkt, inwieweit ProSiebenSat.1 sein Kerngeschäft stabilisieren, neue digitale Erlösquellen etablieren und regulatorische wie technologische Veränderungen in nachhaltige Cashflows übersetzen kann.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von ProSiebenSat.1 basiert im Kern auf der Aggregation von Reichweite, der Produktion und Lizenzierung von Bewegtbildinhalten sowie der Vermarktung von Werbeinventar über lineare und digitale Kanäle. Die Wertschöpfungskette umfasst Content-Produktion und -Einkauf, Programmplanung, Distribution über Broadcasting und Streaming, zielgruppenspezifische Vermarktung sowie Commerce-Modelle, bei denen Media-Leistung in Eigen- und Beteiligungsmarken investiert wird. Zentrale Erlösquellen sind klassische TV-Werbung, digitale Video-Ads, Addressable-TV-Werbung, Sponsoring, Lizenzgeschäfte, Beteiligungserträge sowie transaktionsbasierte Umsätze aus E-Commerce-Aktivitäten. Die Integration von First-Party-Daten, Targeting-Technologien und automatisierten Buchungssystemen unterstützt eine zunehmende Programmatic-Advertising-Orientierung. ProSiebenSat.1 verfolgt ein Plattformmodell, bei dem Inhalte plattformübergreifend verwertet und Werbekunden über gebündelte Reichweitenpakete adressiert werden. Synergien entstehen durch die kombinierte Nutzung von Markenbekanntheit, crossmedialen Kampagnen und zentralen Tech- und Dateninfrastrukturen.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von ProSiebenSat.1 lässt sich auf die Bereitstellung reichweitenstarker Entertainment- und Informationsangebote sowie die effiziente Verbindung von Werbekunden mit relevanten Zielgruppen verdichten. Das Unternehmen versteht sich als Entertainment- und Commerce-Plattform, die Zuschauer, Nutzer und Kunden über Content, Services und Markenwelten zusammenführt. Strategisch priorisiert der Konzern drei Leitlinien: Erstens die Stärkung des linearen TV-Kerngeschäfts durch lokale Inhalte, Entertainment-Formate und Live-Events, um Reichweite und Werbenachfrage zu stabilisieren. Zweitens die Beschleunigung der digitalen Transformation über Streaming, On-Demand-Angebote, Addressable TV und datenbasierte Werbetechnologien. Drittens ein fokussiertes Portfolio-Management, das nicht-strategische Beteiligungen reduziert und kapitalintensive Aktivitäten konsolidiert, um Komplexität und Verschuldungsgrad perspektivisch zu verringern. Die Mission schließt die Positionierung als relevanter europäischer Player im Wettbewerb mit globalen Streaming-Plattformen und Tech-Konzernen ein.

Produkte, Dienstleistungen und Plattformen

Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von ProSiebenSat.1 umfasst mehrere Kategorien. Im Bereich Broadcasting bietet der Konzern Free-TV-Senderfamilien an, die Unterhaltung, Serien, Filme, Shows, Nachrichten und Magazine ausstrahlen. Ergänzend werden Pay-TV- und Special-Interest-Kanäle betrieben, die spezifische Zielgruppen adressieren. Im digitalen Segment gehören Streaming-Dienste und Mediatheken mit werbefinanzierten und teils auch kostenpflichtigen On-Demand-Inhalten zum Angebot. Addressable-TV-Produkte ermöglichen regionale und zielgruppenspezifische Werbeausspielung auf Smart-TVs. Auf der Vermarktungsseite bietet ProSiebenSat.1 über seine Werbevermarktungseinheiten crossmediale Kampagnenplanung, Programmatic-Advertising-Lösungen, datenbasierte Zielgruppensegmente, Sponsoring-Integrationen und Branded-Entertainment-Konzepte. Commerce- und Beteiligungsaktivitäten umfassen E-Commerce-Plattformen, Vergleichsportale, Online-Dating-Services, Lifestyle- und Consumer-Services, die mit Media-for-Equity- oder Media-for-Revenue-Share-Modellen wachsen. Für Werbekunden entsteht ein Leistungsspektrum, das von klassischer Reichweitenwerbung über Performance-Marketing bis hin zu integrierten 360-Grad-Kampagnen reicht.

Business Units und Segmentstruktur

ProSiebenSat.1 gliedert sein Geschäft in mehrere Business Units beziehungsweise Segmente, die die operative Steuerung und externe Berichterstattung strukturieren. Der Bereich Entertainment bündelt im Wesentlichen das TV- und Streaming-Geschäft, die Senderfamilien, digitale Video-Plattformen sowie die Werbevermarktung. Hier befinden sich die Kernaktivitäten im deutschsprachigen Raum, einschließlich Content-Strategie, Programmentwicklung, Distribution und Ad-Tech-Lösungen. Ein weiterer wesentlicher Bereich ist das Commerce-Segment, in dem Beteiligungen an digitalen Konsumentenplattformen und Online-Services gehalten und entwickelt werden. Dazu zählen Geschäftsmodelle aus den Feldern Vergleichsportale, Partnersuche, Lifestyle, Reisen und weitere vertikale Consumer-Services. Historisch umfasste die Segmentstruktur zusätzliche Produktions- und Distributionsaktivitäten im Content-Bereich, die jedoch im Zuge von Portfolioanpassungen teilweise veräußert oder neu ausgerichtet wurden. Die Segmente werden nach Profitabilität, Wachstumsperspektiven, Kapitalbindung und strategischer Relevanz für das Entertainment-Kerngeschäft bewertet.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile

Zu den wichtigsten Alleinstellungsmerkmalen von ProSiebenSat.1 zählt die starke Position im werbefinanzierten Privatfernsehen im deutschsprachigen Raum mit etablierten Marken und hoher Reichweite in werberelevanten Zielgruppen. Der Konzern verfügt über langjährige Beziehungen zu Werbekunden und Mediaagenturen, die auf verlässliche Reichweitenmessung, planbare Werbeumfelder und crossmediale Angebotsbündel setzen. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die Kombination aus Free-TV, Streaming, digitalen Werbeplattformen und Commerce-Beteiligungen, die integrierte Kampagnen und performanceorientierte Modelle ermöglichen. ProSiebenSat.1 kann Media-Budgets in Beteiligungsunternehmen investieren und damit Wachstumsimpulse generieren, die über klassische Werbebuchungen hinausgehen. Die Fokussierung auf lokale und eigens produzierte Entertainment-Formate erhöht die Unterscheidbarkeit gegenüber internationalen Streaming-Plattformen, die in vielen Fällen global ausgerichteten Content anbieten. Zudem verfügt der Konzern über eine ausgebaute Ad-Tech- und Data-Infrastruktur, die Addressable-TV- und Programmatic-Lösungen unterstützt und Werbekunden differenzierte Targeting-Optionen bietet.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von ProSiebenSat.1 basieren primär auf Markenstärke, Reichweite, regulatorischen Markteintrittsbarrieren und bestehenden Werbebeziehungen. Die Sendelizenzen, die Verankerung im Rundfunkmarkt und die etablierten Programmplätze schaffen Markteintrittshürden für neue TV-Anbieter. Die hohen Fixkosten für Content-Produktionen, Rechteeinkauf und Distribution führen zu Skaleneffekten, von denen etablierte Marktteilnehmer stärker profitieren als kleinere Wettbewerber. Der Zugang zu Massenaudienzen im Free-TV, insbesondere bei Live-Formaten und Event-Programmierungen, stellt einen strukturellen Vorteil gegenüber rein digitalen Nischenangeboten dar. Die Kombination aus linearem TV und digitalen Reach-Extensions über Streaming und Ad-Tech erzeugt einen Datenfundus, der die Monetarisierung von Zielgruppen unterstützt. Gleichzeitig ist der Burggraben nicht statisch: Globale Streaming- und Tech-Konzerne erodieren Reichweitenvorteile, während fragmentierte Mediennutzung die Eintrittshürden für Content-Anbieter senkt. Die Stabilität des Moats hängt somit von der Fähigkeit ab, lokale Inhalte, Technologie und Werbeprodukte kontinuierlich anzupassen.

Wettbewerbsumfeld und Peergroup

Im klassischen TV-Markt konkurriert ProSiebenSat.1 im deutschsprachigen Raum vor allem mit anderen großen privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern, die um Reichweite, Werbebudgets und Lizenzen ringen. Auf der Ebene der Bewegtbildnutzung stehen globale Streaming-Dienste und Video-on-Demand-Plattformen in direkter Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Abonnements und Werbeerlöse. Im digitalen Werbemarkt sieht sich ProSiebenSat.1 vor allem Tech-Plattformen mit hoher Targeting-Kompetenz und enormer Nutzerbasis gegenüber. Commerce- und Beteiligungsaktivitäten stehen im Wettbewerb mit spezialisierten Online-Portalen, etablierten E-Commerce-Konzernen und Start-ups, die in den jeweiligen vertikalen Märkten operieren. Die Relevanz der Peergroup für Investoren reicht von europäischen Medienkonzernen mit Fokus auf TV und Streaming bis zu diversifizierten Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die Content, Distribution und Plattformgeschäft integrieren. Für eine konservative Analyse ist insbesondere die relative Wettbewerbsposition im nationalen Werbemarkt, der Cashflow-Stärke und der Resilienz gegenüber konjunkturellen und technologischen Zyklen entscheidend.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von ProSiebenSat.1 steht vor der Aufgabe, einen Transformationsprozess in einem strukturell schrumpfenden linearen TV-Markt zu steuern, gleichzeitig die Kapitaldisziplin zu wahren und Vertrauen am Kapitalmarkt zu stabilisieren. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die auf Fokussierung des Portfolios, Profitabilitätssteigerung im Kerngeschäft und Ausbau digitaler Wachstumssäulen ausgerichtet ist. Dazu zählen die Optimierung des Programmmixes unter Kosten- und Reichweitenaspekten, die Priorisierung lokaler Inhalte mit klarer Differenzierung, die Weiterentwicklung der Ad-Tech-Plattformen sowie eine selektive Beteiligungspolitik im Commerce-Segment. Corporate-Governance-Strukturen mit Vorstand und Aufsichtsrat unterliegen den regulatorischen Vorgaben des deutschen Kapitalmarkts. Für erfahrene Anleger relevant sind insbesondere die Konsistenz der Strategiekommunikation, die Prioritätensetzung bei Kapitalallokation zwischen organischem Wachstum, Zukäufen, Schuldentilgung und potenzieller Ausschüttungspolitik, sowie der Umgang mit politischen und regulatorischen Anforderungen im Medienbereich.

Branchen- und Regionalanalyse

ProSiebenSat.1 ist überwiegend in der Medien- und Entertainmentbranche im deutschsprachigen Raum aktiv, mit Klarfokus auf den TV- und Videowerbemarkt. Der Mediensektor steht unter strukturellem Druck durch verändertes Nutzerverhalten, Fragmentierung der Reichweite, Digitalisierung und internationalen Wettbewerbsdruck. Die Werbeausgaben verlagern sich zunehmend in Richtung digitaler Kanäle, insbesondere zu großen Online-Plattformen, während klassische TV-Budgets zyklisch und konjunktursensibel bleiben. Gleichzeitig bleibt der deutschsprachige TV-Markt aufgrund seiner Größe, Sprachspezifik und regulatorischen Rahmenbedingungen für nationale Anbieter attraktiv. ProSiebenSat.1 profitiert von der starken ökonomischen Basis der DACH-Region, muss sich aber auch mit volatilen Werbekonjunkturzyklen auseinandersetzen. Die Streaming-Durchdringung steigt kontinuierlich, wodurch hybride Nutzungsformen aus linearem TV, Mediatheken und On-Demand-Diensten entstehen. Für ProSiebenSat.1 bedeutet dies, dass eine klare Positionierung zwischen Massenreichweite im Free-TV und zielgruppenspezifischer digitaler Monetarisierung notwendig ist, um in diesem Umfeld resilient zu bleiben.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Historie von ProSiebenSat.1 ist geprägt von Fusionen, Portfolioumbrüchen und einer graduellen Verschiebung vom klassischen TV-Holding-Modell hin zu einem diversifizierten Medien- und Commerce-Konzern. Ausgehend von den privatwirtschaftlichen TV-Aktivitäten in Deutschland entwickelte sich das Unternehmen über Zusammenschlüsse und Übernahmen zu einer Sendergruppe mit mehreren Free-TV- und Pay-TV-Marken. In verschiedenen Phasen der Unternehmensentwicklung standen der Ausbau der Reichweite, der Erwerb attraktiver Lizenzrechte, die Internationalisierung von Produktionsaktivitäten sowie der Aufbau einer starken Werbevermarktungseinheit im Mittelpunkt. Später kamen strategische Investitionen in digitale Geschäftsmodelle und E-Commerce hinzu, um Wachstumsfelder jenseits klassischer TV-Werbung zu erschließen. Die Unternehmensgeschichte umfasst auch Perioden mit deutlicher Portfolioanpassung, bei denen nicht zum Kern passende Aktivitäten veräußert und Beteiligungsstrukturen gestrafft wurden. Für konservative Anleger ist wichtig, dass ProSiebenSat.1 historisch wiederholt auf Marktveränderungen reagiert hat, jedoch mit wechselnder Geschwindigkeit und teils erhöhter Komplexität im Konzernportfolio.

Besonderheiten, Beteiligungsstruktur und Regulierung

Eine Besonderheit von ProSiebenSat.1 liegt in der hohen Sichtbarkeit des Unternehmens im öffentlichen Raum, da Inhalte und Marken im alltäglichen Medienkonsum präsent sind. Dies führt zu einer besonderen Sensibilität gegenüber regulatorischen Vorgaben, Medienaufsicht, Jugend- und Datenschutz sowie politischen Diskussionen über Medienkonzentration und Meinungsvielfalt. Die Beteiligungsstruktur umfasst strategische und finanzielle Investoren, darunter institutionelle Anleger und mediennahe Investoren, die teils auch eigene strategische Vorstellungen hinsichtlich der Ausrichtung des Konzerns verfolgen. Der Konzern unterliegt der Aufsicht durch Medienanstalten sowie kapitalmarktrechtlichen Regulierungen, was Anforderungen an Transparenz, Corporate Governance und Compliance erhöht. Darüber hinaus ist ProSiebenSat.1 in einigen Geschäftsfeldern in Joint Ventures, Kooperationen und Minderheitsbeteiligungen engagiert, was zusätzliche Komplexität in der Steuerung, aber auch Flexibilität bei der Risikoallokation mit sich bringt.

Chancen eines Investments

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Investments in ProSiebenSat.1 vor allem in der potenziellen Stabilisierung und moderaten Transformation des Geschäftsmodells. Erstens besitzt das Unternehmen weiterhin relevante Reichweite im deutschsprachigen TV-Markt, die für Werbekunden attraktiv bleibt, insbesondere für reichweitenstarke Kampagnen und Markenaufbau. Zweitens eröffnet der Ausbau digitaler Werbeformen, insbesondere Addressable TV, Streaming-Werbung und Programmatic-Advertising, die Möglichkeit, Erlöse zu diversifizieren und Zielgruppen präziser zu monetarisieren. Drittens kann die Fokussierung auf lokale Inhalte, Entertainment-Formate und Live-Events eine Differenzierung gegenüber internationalen Plattformen schaffen und Bindung im Heimatmarkt stärken. Viertens bieten Commerce- und Beteiligungsaktivitäten Chancen auf zusätzliche Wertschöpfung, wenn sie eng mit der Media- und Reichweitenkompetenz verzahnt werden. Fünftens könnten Portfoliobereinigungen, Effizienzprogramme und eine disziplinierte Kapitalallokation den Verschuldungsgrad mittelfristig reduzieren und den finanziellen Spielraum erhöhen. Schließlich besteht das Potenzial, dass eine klare strategische Positionierung und konsistente Governance-Politik zu einer verbesserten Wahrnehmung am Kapitalmarkt führen.

Risiken eines Investments

Demgegenüber stehen für konservative Anleger substanzielle Risiken. Das größte strukturelle Risiko ist der anhaltende Druck auf das lineare TV-Geschäft durch Streaming, On-Demand-Nutzung und digitale Plattformen, die insbesondere jüngere Zielgruppen binden. Eine anhaltende oder beschleunigte Verschiebung der Werbebudgets in Richtung globaler Tech- und Streaminganbieter könnte die Erlösbasis von ProSiebenSat.1 erodieren. Hinzu kommt die Konjunktursensitivität des Werbemarktes, die zu deutlichen Schwankungen im operativen Ergebnis führen kann. Regulatorische Änderungen, verschärfte Werbebestimmungen oder Anpassungen im Medienkonzentrationsrecht stellen zusätzliche Unsicherheitsfaktoren dar. Die Integration und Steuerung von Commerce- und Beteiligungsaktivitäten bringt operative Komplexität und Bewertungsrisiken mit sich, insbesondere wenn sich einzelne Geschäftsmodelle nicht wie erwartet entwickeln. Technologischer Wandel erfordert kontinuierliche Investitionen in Ad-Tech, Dateninfrastruktur und Streaming-Plattformen, was Margen belasten kann. Schließlich besteht ein Governance-Risiko, wenn unterschiedliche Interessen von Großaktionären, Management und übrigen Investoren divergieren und zu strategischer Unsicherheit führen. Für vorsichtige Anleger ist daher die Fähigkeit des Unternehmens, Stabilität und Transformation auszubalancieren, ein entscheidender Faktor bei der risikobewussten Einordnung des Titels.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 4,946 €
Gehandelte Stücke 199.838
Tagesvolumen Vortag 1.105.752 €
Tagestief 4,872 €
Tageshoch 5,01 €
52W-Tief 4,512 €
52W-Hoch 8,53 €
Jahrestief 4,768 €
Jahreshoch 5,08 €

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Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 3.918 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 440,00 €
Jahresüberschuss in Mio. 51,00 €
Umsatz je Aktie 17,17 €
Gewinn je Aktie 0,22 €
Gewinnrendite +3,87%
Umsatzrendite +1,30%
Return on Investment +0,91%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.131 €
KGV (Kurs/Gewinn) 22,53
KBV (Kurs/Buchwert) 0,86
KUV (Kurs/Umsatz) 0,29
Eigenkapitalrendite +3,87%
Eigenkapitalquote +23,50%
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Derivate

Anlageprodukte (4)
Bonus-Zertifikate 3
Aktienanleihen 1
Hebelprodukte (40)
Knock-Outs 28
Faktor-Zertifikate 11
Optionsscheine 1
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Keine Senkung seit 2 Jahre
Stabilität der Dividende -0,29 (max 1,00)
Jährlicher -43,46% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs -32,83% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 5% (auf den Gewinn/FFO)
quote 1,3% (auf den Free Cash Flow)

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.05.2025 0,050 €
02.05.2024 0,050 €
03.07.2023 0,050 €
06.05.2022 0,80 €
02.06.2021 0,49 €
13.06.2019 1,19 €
17.05.2018 1,93 €
15.05.2017 1,90 €
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Termine

Keine Termine bekannt.

Prognose & Kursziel

Die ProSiebenSat.1 Media Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
7,17 € 4,93 € +45,55%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 4,926 € -0,08%
4,93 € 13.01.26
Frankfurt 4,926 € -0,16%
4,934 € 13.01.26
Hamburg 4,912 € -1,25%
4,974 € 13.01.26
Hannover 4,926 € +1,78%
4,84 € 13.01.26
München 4,916 € +0,99%
4,868 € 13.01.26
Stuttgart 4,926 € -0,16%
4,934 € 13.01.26
Xetra 4,93 € -0,32%
4,946 € 13.01.26
L&S RT 4,929 € -0,44%
4,951 € 13.01.26
Wien 4,93 € -0,52%
4,956 € 13.01.26
SIX Swiss Exchange -   -
-   -
Tradegate 4,97 € +0,36%
4,952 € 13.01.26
Quotrix 4,892 € -0,24%
4,904 € 13.01.26
Gettex 4,908 € -0,65%
4,94 € 13.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
13.01.26 4,902 362 T
12.01.26 4,946 1,11 M
09.01.26 4,91 0,80 M
08.01.26 4,844 0,89 M
07.01.26 4,814 1,02 M
06.01.26 4,862 1,11 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 4,862 € +0,86%
1 Monat 4,69 € +4,56%
6 Monate 7,175 € -31,65%
1 Jahr 4,882 € +0,45%
5 Jahre 13,30 € -63,13%

Unternehmensprofil ProSiebenSat.1 Media SE

ProSiebenSat.1 Media SE ist eine börsennotierte europäische Medien- und Entertainment-Gruppe mit Fokus auf werbefinanziertes Privatfernsehen, digitale Entertainment-Plattformen, Commerce-Aktivitäten und datenbasierte Werbevermarktung. Der Konzern steuert ein Portfolio aus Free-TV-Sendern, Streaming-Angeboten, digitalen Vermarktungsplattformen sowie Beteiligungen in E-Commerce und Online-Services. Der Kapitalmarkt bewertet das Unternehmen maßgeblich nach seiner Reichweite im deutschsprachigen Raum, seiner Fähigkeit zur Monetarisierung von Zielgruppen über mehrere Kanäle sowie seiner operativen Effizienz in einem strukturell herausgeforderten TV-Markt. Für konservative Anleger steht im Mittelpunkt, inwieweit ProSiebenSat.1 sein Kerngeschäft stabilisieren, neue digitale Erlösquellen etablieren und regulatorische wie technologische Veränderungen in nachhaltige Cashflows übersetzen kann.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von ProSiebenSat.1 basiert im Kern auf der Aggregation von Reichweite, der Produktion und Lizenzierung von Bewegtbildinhalten sowie der Vermarktung von Werbeinventar über lineare und digitale Kanäle. Die Wertschöpfungskette umfasst Content-Produktion und -Einkauf, Programmplanung, Distribution über Broadcasting und Streaming, zielgruppenspezifische Vermarktung sowie Commerce-Modelle, bei denen Media-Leistung in Eigen- und Beteiligungsmarken investiert wird. Zentrale Erlösquellen sind klassische TV-Werbung, digitale Video-Ads, Addressable-TV-Werbung, Sponsoring, Lizenzgeschäfte, Beteiligungserträge sowie transaktionsbasierte Umsätze aus E-Commerce-Aktivitäten. Die Integration von First-Party-Daten, Targeting-Technologien und automatisierten Buchungssystemen unterstützt eine zunehmende Programmatic-Advertising-Orientierung. ProSiebenSat.1 verfolgt ein Plattformmodell, bei dem Inhalte plattformübergreifend verwertet und Werbekunden über gebündelte Reichweitenpakete adressiert werden. Synergien entstehen durch die kombinierte Nutzung von Markenbekanntheit, crossmedialen Kampagnen und zentralen Tech- und Dateninfrastrukturen.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von ProSiebenSat.1 lässt sich auf die Bereitstellung reichweitenstarker Entertainment- und Informationsangebote sowie die effiziente Verbindung von Werbekunden mit relevanten Zielgruppen verdichten. Das Unternehmen versteht sich als Entertainment- und Commerce-Plattform, die Zuschauer, Nutzer und Kunden über Content, Services und Markenwelten zusammenführt. Strategisch priorisiert der Konzern drei Leitlinien: Erstens die Stärkung des linearen TV-Kerngeschäfts durch lokale Inhalte, Entertainment-Formate und Live-Events, um Reichweite und Werbenachfrage zu stabilisieren. Zweitens die Beschleunigung der digitalen Transformation über Streaming, On-Demand-Angebote, Addressable TV und datenbasierte Werbetechnologien. Drittens ein fokussiertes Portfolio-Management, das nicht-strategische Beteiligungen reduziert und kapitalintensive Aktivitäten konsolidiert, um Komplexität und Verschuldungsgrad perspektivisch zu verringern. Die Mission schließt die Positionierung als relevanter europäischer Player im Wettbewerb mit globalen Streaming-Plattformen und Tech-Konzernen ein.

Produkte, Dienstleistungen und Plattformen

Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio von ProSiebenSat.1 umfasst mehrere Kategorien. Im Bereich Broadcasting bietet der Konzern Free-TV-Senderfamilien an, die Unterhaltung, Serien, Filme, Shows, Nachrichten und Magazine ausstrahlen. Ergänzend werden Pay-TV- und Special-Interest-Kanäle betrieben, die spezifische Zielgruppen adressieren. Im digitalen Segment gehören Streaming-Dienste und Mediatheken mit werbefinanzierten und teils auch kostenpflichtigen On-Demand-Inhalten zum Angebot. Addressable-TV-Produkte ermöglichen regionale und zielgruppenspezifische Werbeausspielung auf Smart-TVs. Auf der Vermarktungsseite bietet ProSiebenSat.1 über seine Werbevermarktungseinheiten crossmediale Kampagnenplanung, Programmatic-Advertising-Lösungen, datenbasierte Zielgruppensegmente, Sponsoring-Integrationen und Branded-Entertainment-Konzepte. Commerce- und Beteiligungsaktivitäten umfassen E-Commerce-Plattformen, Vergleichsportale, Online-Dating-Services, Lifestyle- und Consumer-Services, die mit Media-for-Equity- oder Media-for-Revenue-Share-Modellen wachsen. Für Werbekunden entsteht ein Leistungsspektrum, das von klassischer Reichweitenwerbung über Performance-Marketing bis hin zu integrierten 360-Grad-Kampagnen reicht.

Business Units und Segmentstruktur

ProSiebenSat.1 gliedert sein Geschäft in mehrere Business Units beziehungsweise Segmente, die die operative Steuerung und externe Berichterstattung strukturieren. Der Bereich Entertainment bündelt im Wesentlichen das TV- und Streaming-Geschäft, die Senderfamilien, digitale Video-Plattformen sowie die Werbevermarktung. Hier befinden sich die Kernaktivitäten im deutschsprachigen Raum, einschließlich Content-Strategie, Programmentwicklung, Distribution und Ad-Tech-Lösungen. Ein weiterer wesentlicher Bereich ist das Commerce-Segment, in dem Beteiligungen an digitalen Konsumentenplattformen und Online-Services gehalten und entwickelt werden. Dazu zählen Geschäftsmodelle aus den Feldern Vergleichsportale, Partnersuche, Lifestyle, Reisen und weitere vertikale Consumer-Services. Historisch umfasste die Segmentstruktur zusätzliche Produktions- und Distributionsaktivitäten im Content-Bereich, die jedoch im Zuge von Portfolioanpassungen teilweise veräußert oder neu ausgerichtet wurden. Die Segmente werden nach Profitabilität, Wachstumsperspektiven, Kapitalbindung und strategischer Relevanz für das Entertainment-Kerngeschäft bewertet.

Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile

Zu den wichtigsten Alleinstellungsmerkmalen von ProSiebenSat.1 zählt die starke Position im werbefinanzierten Privatfernsehen im deutschsprachigen Raum mit etablierten Marken und hoher Reichweite in werberelevanten Zielgruppen. Der Konzern verfügt über langjährige Beziehungen zu Werbekunden und Mediaagenturen, die auf verlässliche Reichweitenmessung, planbare Werbeumfelder und crossmediale Angebotsbündel setzen. Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die Kombination aus Free-TV, Streaming, digitalen Werbeplattformen und Commerce-Beteiligungen, die integrierte Kampagnen und performanceorientierte Modelle ermöglichen. ProSiebenSat.1 kann Media-Budgets in Beteiligungsunternehmen investieren und damit Wachstumsimpulse generieren, die über klassische Werbebuchungen hinausgehen. Die Fokussierung auf lokale und eigens produzierte Entertainment-Formate erhöht die Unterscheidbarkeit gegenüber internationalen Streaming-Plattformen, die in vielen Fällen global ausgerichteten Content anbieten. Zudem verfügt der Konzern über eine ausgebaute Ad-Tech- und Data-Infrastruktur, die Addressable-TV- und Programmatic-Lösungen unterstützt und Werbekunden differenzierte Targeting-Optionen bietet.

Burggräben und strukturelle Moats

Die Burggräben von ProSiebenSat.1 basieren primär auf Markenstärke, Reichweite, regulatorischen Markteintrittsbarrieren und bestehenden Werbebeziehungen. Die Sendelizenzen, die Verankerung im Rundfunkmarkt und die etablierten Programmplätze schaffen Markteintrittshürden für neue TV-Anbieter. Die hohen Fixkosten für Content-Produktionen, Rechteeinkauf und Distribution führen zu Skaleneffekten, von denen etablierte Marktteilnehmer stärker profitieren als kleinere Wettbewerber. Der Zugang zu Massenaudienzen im Free-TV, insbesondere bei Live-Formaten und Event-Programmierungen, stellt einen strukturellen Vorteil gegenüber rein digitalen Nischenangeboten dar. Die Kombination aus linearem TV und digitalen Reach-Extensions über Streaming und Ad-Tech erzeugt einen Datenfundus, der die Monetarisierung von Zielgruppen unterstützt. Gleichzeitig ist der Burggraben nicht statisch: Globale Streaming- und Tech-Konzerne erodieren Reichweitenvorteile, während fragmentierte Mediennutzung die Eintrittshürden für Content-Anbieter senkt. Die Stabilität des Moats hängt somit von der Fähigkeit ab, lokale Inhalte, Technologie und Werbeprodukte kontinuierlich anzupassen.

Wettbewerbsumfeld und Peergroup

Im klassischen TV-Markt konkurriert ProSiebenSat.1 im deutschsprachigen Raum vor allem mit anderen großen privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbietern, die um Reichweite, Werbebudgets und Lizenzen ringen. Auf der Ebene der Bewegtbildnutzung stehen globale Streaming-Dienste und Video-on-Demand-Plattformen in direkter Konkurrenz um Aufmerksamkeit, Abonnements und Werbeerlöse. Im digitalen Werbemarkt sieht sich ProSiebenSat.1 vor allem Tech-Plattformen mit hoher Targeting-Kompetenz und enormer Nutzerbasis gegenüber. Commerce- und Beteiligungsaktivitäten stehen im Wettbewerb mit spezialisierten Online-Portalen, etablierten E-Commerce-Konzernen und Start-ups, die in den jeweiligen vertikalen Märkten operieren. Die Relevanz der Peergroup für Investoren reicht von europäischen Medienkonzernen mit Fokus auf TV und Streaming bis zu diversifizierten Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die Content, Distribution und Plattformgeschäft integrieren. Für eine konservative Analyse ist insbesondere die relative Wettbewerbsposition im nationalen Werbemarkt, der Cashflow-Stärke und der Resilienz gegenüber konjunkturellen und technologischen Zyklen entscheidend.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von ProSiebenSat.1 steht vor der Aufgabe, einen Transformationsprozess in einem strukturell schrumpfenden linearen TV-Markt zu steuern, gleichzeitig die Kapitaldisziplin zu wahren und Vertrauen am Kapitalmarkt zu stabilisieren. Die Unternehmensführung verfolgt eine Strategie, die auf Fokussierung des Portfolios, Profitabilitätssteigerung im Kerngeschäft und Ausbau digitaler Wachstumssäulen ausgerichtet ist. Dazu zählen die Optimierung des Programmmixes unter Kosten- und Reichweitenaspekten, die Priorisierung lokaler Inhalte mit klarer Differenzierung, die Weiterentwicklung der Ad-Tech-Plattformen sowie eine selektive Beteiligungspolitik im Commerce-Segment. Corporate-Governance-Strukturen mit Vorstand und Aufsichtsrat unterliegen den regulatorischen Vorgaben des deutschen Kapitalmarkts. Für erfahrene Anleger relevant sind insbesondere die Konsistenz der Strategiekommunikation, die Prioritätensetzung bei Kapitalallokation zwischen organischem Wachstum, Zukäufen, Schuldentilgung und potenzieller Ausschüttungspolitik, sowie der Umgang mit politischen und regulatorischen Anforderungen im Medienbereich.

Branchen- und Regionalanalyse

ProSiebenSat.1 ist überwiegend in der Medien- und Entertainmentbranche im deutschsprachigen Raum aktiv, mit Klarfokus auf den TV- und Videowerbemarkt. Der Mediensektor steht unter strukturellem Druck durch verändertes Nutzerverhalten, Fragmentierung der Reichweite, Digitalisierung und internationalen Wettbewerbsdruck. Die Werbeausgaben verlagern sich zunehmend in Richtung digitaler Kanäle, insbesondere zu großen Online-Plattformen, während klassische TV-Budgets zyklisch und konjunktursensibel bleiben. Gleichzeitig bleibt der deutschsprachige TV-Markt aufgrund seiner Größe, Sprachspezifik und regulatorischen Rahmenbedingungen für nationale Anbieter attraktiv. ProSiebenSat.1 profitiert von der starken ökonomischen Basis der DACH-Region, muss sich aber auch mit volatilen Werbekonjunkturzyklen auseinandersetzen. Die Streaming-Durchdringung steigt kontinuierlich, wodurch hybride Nutzungsformen aus linearem TV, Mediatheken und On-Demand-Diensten entstehen. Für ProSiebenSat.1 bedeutet dies, dass eine klare Positionierung zwischen Massenreichweite im Free-TV und zielgruppenspezifischer digitaler Monetarisierung notwendig ist, um in diesem Umfeld resilient zu bleiben.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Historie von ProSiebenSat.1 ist geprägt von Fusionen, Portfolioumbrüchen und einer graduellen Verschiebung vom klassischen TV-Holding-Modell hin zu einem diversifizierten Medien- und Commerce-Konzern. Ausgehend von den privatwirtschaftlichen TV-Aktivitäten in Deutschland entwickelte sich das Unternehmen über Zusammenschlüsse und Übernahmen zu einer Sendergruppe mit mehreren Free-TV- und Pay-TV-Marken. In verschiedenen Phasen der Unternehmensentwicklung standen der Ausbau der Reichweite, der Erwerb attraktiver Lizenzrechte, die Internationalisierung von Produktionsaktivitäten sowie der Aufbau einer starken Werbevermarktungseinheit im Mittelpunkt. Später kamen strategische Investitionen in digitale Geschäftsmodelle und E-Commerce hinzu, um Wachstumsfelder jenseits klassischer TV-Werbung zu erschließen. Die Unternehmensgeschichte umfasst auch Perioden mit deutlicher Portfolioanpassung, bei denen nicht zum Kern passende Aktivitäten veräußert und Beteiligungsstrukturen gestrafft wurden. Für konservative Anleger ist wichtig, dass ProSiebenSat.1 historisch wiederholt auf Marktveränderungen reagiert hat, jedoch mit wechselnder Geschwindigkeit und teils erhöhter Komplexität im Konzernportfolio.

Besonderheiten, Beteiligungsstruktur und Regulierung

Eine Besonderheit von ProSiebenSat.1 liegt in der hohen Sichtbarkeit des Unternehmens im öffentlichen Raum, da Inhalte und Marken im alltäglichen Medienkonsum präsent sind. Dies führt zu einer besonderen Sensibilität gegenüber regulatorischen Vorgaben, Medienaufsicht, Jugend- und Datenschutz sowie politischen Diskussionen über Medienkonzentration und Meinungsvielfalt. Die Beteiligungsstruktur umfasst strategische und finanzielle Investoren, darunter institutionelle Anleger und mediennahe Investoren, die teils auch eigene strategische Vorstellungen hinsichtlich der Ausrichtung des Konzerns verfolgen. Der Konzern unterliegt der Aufsicht durch Medienanstalten sowie kapitalmarktrechtlichen Regulierungen, was Anforderungen an Transparenz, Corporate Governance und Compliance erhöht. Darüber hinaus ist ProSiebenSat.1 in einigen Geschäftsfeldern in Joint Ventures, Kooperationen und Minderheitsbeteiligungen engagiert, was zusätzliche Komplexität in der Steuerung, aber auch Flexibilität bei der Risikoallokation mit sich bringt.

Chancen eines Investments

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Investments in ProSiebenSat.1 vor allem in der potenziellen Stabilisierung und moderaten Transformation des Geschäftsmodells. Erstens besitzt das Unternehmen weiterhin relevante Reichweite im deutschsprachigen TV-Markt, die für Werbekunden attraktiv bleibt, insbesondere für reichweitenstarke Kampagnen und Markenaufbau. Zweitens eröffnet der Ausbau digitaler Werbeformen, insbesondere Addressable TV, Streaming-Werbung und Programmatic-Advertising, die Möglichkeit, Erlöse zu diversifizieren und Zielgruppen präziser zu monetarisieren. Drittens kann die Fokussierung auf lokale Inhalte, Entertainment-Formate und Live-Events eine Differenzierung gegenüber internationalen Plattformen schaffen und Bindung im Heimatmarkt stärken. Viertens bieten Commerce- und Beteiligungsaktivitäten Chancen auf zusätzliche Wertschöpfung, wenn sie eng mit der Media- und Reichweitenkompetenz verzahnt werden. Fünftens könnten Portfoliobereinigungen, Effizienzprogramme und eine disziplinierte Kapitalallokation den Verschuldungsgrad mittelfristig reduzieren und den finanziellen Spielraum erhöhen. Schließlich besteht das Potenzial, dass eine klare strategische Positionierung und konsistente Governance-Politik zu einer verbesserten Wahrnehmung am Kapitalmarkt führen.

Risiken eines Investments

Demgegenüber stehen für konservative Anleger substanzielle Risiken. Das größte strukturelle Risiko ist der anhaltende Druck auf das lineare TV-Geschäft durch Streaming, On-Demand-Nutzung und digitale Plattformen, die insbesondere jüngere Zielgruppen binden. Eine anhaltende oder beschleunigte Verschiebung der Werbebudgets in Richtung globaler Tech- und Streaminganbieter könnte die Erlösbasis von ProSiebenSat.1 erodieren. Hinzu kommt die Konjunktursensitivität des Werbemarktes, die zu deutlichen Schwankungen im operativen Ergebnis führen kann. Regulatorische Änderungen, verschärfte Werbebestimmungen oder Anpassungen im Medienkonzentrationsrecht stellen zusätzliche Unsicherheitsfaktoren dar. Die Integration und Steuerung von Commerce- und Beteiligungsaktivitäten bringt operative Komplexität und Bewertungsrisiken mit sich, insbesondere wenn sich einzelne Geschäftsmodelle nicht wie erwartet entwickeln. Technologischer Wandel erfordert kontinuierliche Investitionen in Ad-Tech, Dateninfrastruktur und Streaming-Plattformen, was Margen belasten kann. Schließlich besteht ein Governance-Risiko, wenn unterschiedliche Interessen von Großaktionären, Management und übrigen Investoren divergieren und zu strategischer Unsicherheit führen. Für vorsichtige Anleger ist daher die Fähigkeit des Unternehmens, Stabilität und Transformation auszubalancieren, ein entscheidender Faktor bei der risikobewussten Einordnung des Titels.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,10 Mrd. €
Aktienanzahl 226,88 Mio.
Streubesitz 16,75%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Kommunikation
Branche Medien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+83,25% Weitere
+16,75% Streubesitz

Community-Beiträge zu ProSiebenSat.1 Media SE

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Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • ProSiebenSat.1 verkauft das Online‑Wetterportal wetter.com an die Funke Mediengruppe; der Betriebsübergang soll die Belegschaft übernehmen, der Verkaufserlös zur Stärkung der finanziellen Basis und zum Schuldenabbau verwendet werden, der Abschluss wird für Q1/2026 erwartet und die Aktie reagierte zuletzt leicht positiv.
  • Gleichzeitig berichten Nutzer über schwache operative Entwicklung aufgrund eines schwachen TV‑Werbemarktes und ein reduziertes bereinigtes EBITDA‑Ziel (420–450 Mio. €), während Diskussionen über den Wandel im Streaming‑Bereich (u. a. Roku vs. RTL+/Joyn) als relevanter Wettbewerbsrahmen genannt werden.
  • In der Community herrscht geteilte Stimmung: einige sehen Kaufgelegenheiten und mögliche Kurstreiber (z. B. Flaconi‑Verkauf, Fertigstellung des New Campus), andere warnen vor stark reduziertem Freefloat nach der MFE‑Übernahme, vermuteter Fondsliquidation, Kursdruck, eingeschränkten Rechten für Minderheitsaktionäre und empfehlen teils Short‑Strategien.
Hinweis
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HB264241
okay
Last uns das tun
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Bratworscht
Einfach die Aktien
für 20 Euro Limit in den Verkauf geben. Wenn das alle machen würde hätte wir nicht einen solchen lächerlichen Kurs für die Pro7-Aktie.
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20041979MBW
Genau
das hat mich die ganze Zeit gewundert warum PPF nicht selbst massiv zukauft. Ich konnte mir nicht vorstellen das sie MFE komplett das Feld überlassen. PPF hat weitaus mehr finanzielle Mittel gegenüber MFE und anscheinend machen sie jetzt ernst. Ob sie allerdings ihre 29,99% für 7€ erhalten bezweifle ich. Die Aktie wurde von beiden herumtergeprügelt über die Jahre und bei einer Übernahme geht wesentlich mehr noch. Hat PPF wirklich nur ein strategisches Investment im Blick? Oder legen sie 10€+x hin und planen die Übernahme? Auf jedenfall war es ein guter Tag für uns Kleinaktionäre, ich selbst habe heute einen Teilverkauf gemacht und halte noch viele weitere Aktien im Depot, weil ich denke, die Schlacht hat erst begonnen.
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eisbaer1
Pro7 - was nun?
Was für eine brutale Börsenwoche. Als sei der Trumpsche Zollwahnsinn nicht schon genug, fährt Pro7 im Übernahmepoker Achterbahn. Wer hätte gedacht, dass ein Übernahmeangebot schlussendlich einen 12% Crash auslöst? Vom Wochenhoch nahe 7 EUR ging es sogar 20% in den Keller bis knapp unter 5,60. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass MFE knallhart gegen die Interessen der Streubesitzaktionäre agiert, dann wurde der diese Woche erbracht. Wohl gemerkt liegt bisher lediglich eine Ankündigung und kein tatsächliches Übernahmeangebot auf dem Tisch. Alle Welt spekuliert über den Angebotspreis und der einzige, der eine glasklare Antwort geben könnte, bleibt sie schuldig und verweist auf den Mindestpreis, von dem keiner genau weiß, wo er liegt. Weil sich eben dieser 3 Montsdurchschnittspreis börsentäglich verändert. Ein Blick in den Chart genügt, um zu sehen, dass der 3 Montsdurchschnitt gerade einen Tiefpunkt ausbildet. Ab sofort steigt der 3M Durchschnitt täglich um einige Cent. Sprich, jeden zusätzlichen Tag, den MFE noch zur Angebotserstellung benötigt, steigt der Pflichtangebotspreis. Ein Angebot, das 20% unter dem Wochenhoch wohl kaum jemand annehmen wird. MFE nimmt natürlich zum Pflichtangebotspreis jede Aktie, die sie bekommen kann dankbar an. Dass die DZ Bank sich nicht entblödete, den Angebotspreis zum Anlass einer drastischen Kurszielsenkung von 9 auf 5,75 zu nehmen und den fairen Wert urplötzlich just am 3M Durchschnittskurs sieht, wird MFE gefreut haben. Wer sich schon immer fragte, wie Analysten zu ihren Kurszielen kommen, hat hier eine Antwort gefunden. Offenbar würfeln die Jungs ihre Kursziele willkürlich und ohne jedwede innere Überzeugung. Dass ein gesetzlicher Mindestpreis urplötzlich den fairen Wert eines Unternehmens darstellen soll, ist mir neu. Offenbar gilt hier das Motto, wenn MFE nur den Mindestpreis bietet, muss der doch fair sein... ??? Börse ist ein Irrenhaus und Analysten zählen wohl definitiv zu den Insassen und nicht zum Pflegepersonal... Was macht man nun daraus? Zunächst einmal darf und muss man sich über die eigene Dummheit ärgern, dieses Szenario bei MFE zwar immer auf dem Schirm gehabt zu haben, sich der allgemeinen Extase über ein nahendes Angebot aber nicht entzogen zu haben und bei 6,90 mit schönem Gewinn auszusteigen, statt auf einen Sorung zum 52 Wochen Hoch zu spekulieren. Der schöne Gewinn hat sich schlagartig in Luft aufgelöst und man könnte sich wie so oft bei Pro7 für die eigene Gier und Dummheit ohrfeigen. Man lernt einfach nicht dazu... Wenn du es mit Kriminellen mit MFE und PPF oder auch einer Trump Regierung zu tun hast, dann rechne immer mit dem worst case! Bloomberg hat ausdrücklich nur von einem nahenden Übernahmeangebot geschrieben, nicht von einer attraktiven Übernahneprämie. Denkt hier jemand ernsthaft, die wären rein zufällig über das Angebot, nicht aber den Inhalt informiert? M.E. dient auch diese Maschinerie allein der Erzeugung von Vola und gezielt zur Anlegertäuschung. War doch klar, was passiert, wenn man in diversen Zockerforen Übernahmephantasie verbreitet. Wer ahnte oder gar wusste, was MFE tatsächlich plante, konnte den 7% Anstieg am Vormittag gnadenlos shorten und anschließend einen 20% Intraday Crash feiern... Risikoloser Insiderhandel... Zurück zur Frage, was nach diesem Desaster zu tun ist. Ich schliesse mich den Directors Dealings an und sehe 5,80 als Kaufgelegenheit. Das Pflichtangebot, so betrügerisch es auch sein mag, dürfte den Kurs zunächst gegen größere Ausreißer nach unten absichern. Alles andere als eine Empfehlung des Vorstands, das Angebot als unangemessen abzulehnen, käme überraschend. In der Zwischenzeit dürfte der Markt sich wieder den Fundamentaldaten nähern. Da wären als positive Trigger zunächst ein weltweites buy on bad news, sobald Trump am 2.4. endlich die Katze aus dem Sack gelassen hat. Börse hasst Unsicherheit... Zeitnah danach dürfte Deutschland eine neue Bundesregierung erhalten, die damit starten dürfte, mit einigen Wachstumsinitiativen die lahmende Wirtschaft wiederzubeleben. Daneben dürften einige Marktteilnehmer urplötzlich zur Kenntnis nehmen, dass die Werbeerlöse bereits seit Februar wieder leicht steigen und im Jahresverlauf Fahrt aufnehmen könnten, wenn sich die unterirdisch schlechte Wirtschaftsstimmung in Dtl auch nur marginal verbessert. Bezogen auf Pro7 kommt hinzu, dass Flaconi und Joyn weiterhin für sehr positive Schlagzeilen sorgen dürften. Bei Flaconi dürfte spätestens mit realisierter Auslandsexpansion im Sommer ein akzeptables Übernahmeangebot in greifbare Nähe rücken. Douglas wird es sich nicht leisten können, tatenlos zuzusehen, wie Flaconi massiv Marktanteile gewinnt. Und Zalando könnte die Diversifikation zu Beauty Produkten erneut prüfen. Vor allem Zalando könnte Flaconi aus der Portokasse finanzieren... Alles in allem sehe ich für Pro7 in 2025 unverändert hohes Wertsteigerungspotenzial und sehe das aktuelle KGV 25 von 6 als Witzbewertung an! Im Gegensatz zur DZ Bank sehe ich in dem Pflichtangebot null komma null Relevanz für eine Änderung meiner Vorstellung vom fairen Wert des Unternehmens!
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eisbaer1
Pflichtangebot zum Mindestpreis = Kursmanipulation
Was konnte man von Mafiosi wie MFE auch anderes erwarten... Man kündigt das Übernahmeangebot exakt am Tiefpunkt des gesetzlichen Mindestpreises an. Jeder weitere Tag mit Kursen jenseits von 6,50 € ließe den 3-Monats-Durchschnitt und mithin den Mindest-Angebotspreis steigen. Ziel des Angebots ist natürlich nicht, Pro7 vollständig zu übernehmen, sondern das Überschreiten der 30%-Grenze mit minimalen Folgekosten. Nach Abgabe des Pflichtangebots kann man in aller Ruhe und weitgehend unbemerkt über den Optionsmarkt weitere Aktien sichern, ohne den Preis in die Höhe zu treiben. Im Gegenteil kann man nach Abgabe des Pflichtangebots wieder auf der Shortseite aktiv werden, um in aller Ruhe zu Ramschpreisen Aktien einzusammeln. Und nachdem hier jede Menge ungeduldiger Kurzfristzocker aktiv sind, kann ich mir auch gut vorstellen, dass die Daytrader sich liebend gern vor MFEs Karren spannen lassen und ab morgen weitere Shortattacken fahren. Von MFE haben sie nichts zu befürchten. PPF steckte m.E. von Anfang an mit MFE unter einer Decke und hält die Aktien im Zweifelsfall treuhänderisch für MFE. Wenn dem nicht so wäre und PPF tatsächlich andere Interessen als MFE verfolgt, müsste PPF umgehend ein Gegenangebot lancieren und einen Bieterwettstreit vom Zaun brechen, um MFEs Kursmanipulation ein klares Stoppschild zu setzen. Mich würde es nicht mal wundern, wenn MFE am heutigen Tageshoch bei 6,94 € noch kräftig Put-Optionen gekauft hat oder sich anderweitig am Abverkauf beteiligt hat. Es ist einfach zu verlockend, wenn man ganz genau weiß, was bei Publikation des Pflichtangebots mit dem Kurs passiert...
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eisbaer1
Deckelmeister
Auch heute wieder schwebt die Bärentatze unentwegt über dem Kurs. Auf Xetra permanent höhere Aktienzahl im BID als im ASK, wohl gemerkt trotz Kursanstieg. Heißt, einige Marktteilnehmer bremsen permanent den Kursanstieg, nicht etwa weil sie große Stückzahlen verkaufen wollen, sondern um sich möglichst günstig eindecken zu können bzw. größere Longpositionen aufzubauen. Das funktioniert natürlich nur, weil das allgemeine Kaufinteresse für die Aktie weiterhin so schwach ausgeprägt ist und viele Bestandsaktionäre auf fetten Verlusten sitzen, die Aktie innerlich hassen, die Handelstätigkeit dementsprechend längst eingestellt haben und nur mehr hoffen, hier irgendwann und irgendwie halbwegs schadlos aussteigen zu können. Die katastrophale mentale Verfassung eines Aktionariats bei einer über Jahre hinweg permanent abwärts gerichteten Kursentwicklung. Die meisten Aktionäre sind nicht in der Lage, ihre negativen Emotionen früherer Verluste zu ignorieren und die Frage eines Investments im hier und jetzt allein auf der Grundlage aus heutiger Sicht bestehender Chancen und Risiken zu treffen. Es werden immer wieder Aktien gekauft, die in den letzten Jahren wie Bolle gelaufen sind. Am liebsten nach einem kurzen Rücksetzer, weil man jahrelang Kursgewinne an sich vorbeisegeln sah und nun endlich mal dabei sein möchte... Und exakt dann, wenn die große Masse in einer Aktie genau so handelt, ist der Spaß meistens vorbei und der jahrelange Aufwärtstrend ist vorbei... Dann hört man... "egal was ich anfasse, es geht immer schief..." Die bei 6 € liegende, noch immer stetig fallende SMA200 macht es vielen charttechnisch orientierten Anlegern mental sehr schwer, die Aktie zu kaufen, obwohl auch diese Anleger durchaus ahnen, dass die Aktie fundamental eher bei 10 € als 5 € stehen sollte. Ich wage die These, dass ein Bruch der SMA200 die Aktie fast widerstandslos Richtung 7,50 € katapultieren würde, weil all jene, die ausschließlich Charttechnik handeln, oberhalb der SMA200 die Aktie urplötzlich im Aufwärtstrend sehen und kaufen... Die entscheidende Frage lautet demnach, wie kommt die Aktie schnellstmöglich über die SMA200 und wann fliegt der Kursdeckel bei 5,70 €? Es bedarf mutmaßlich weniger 100.000 Nettozukäufe, um das seit Wochen beobachtbare Kursdeckeln über die stetige Befüllung des BID zu beenden und den Kurs endlich frei mit dem Markt laufen zu lassen. Schaut euch einfach den RTL-Kursverlauf der letzten Wochen an und vergleicht ihn mit ProSieben. Dann erahnt man, wo die Aktie ohne die "Deckelmeister" stünde, nämlich deutlich über der SMA200, inmitten eines schönen Aufwärtstrends. Ich frage euch, wann wenn nicht jetzt sollte man die Aktie gemeinschaftlich über den langjährigen Abwärtstrend schieben? Abwarten bis der Gesamtmarkt endlich wieder fällt, wäre vermutlich nicht die beste Idee... Reddit Foristen, wo seid ihr? Ein bisschen MEME-Stock für ProSieben und wir diskutieren hier nicht mehr 5 € sondern 10 € und der langjährigen Tristesse weicht urplötzlich wieder Freude an der Aktie. Kurse machen Kurse... sentiment is a bitch
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DaxHH
Verivox
Komisch das in den Deutschen Medien nichts kommt. Die News aus Italien sind 3 Wochen alt. Kein Verkauf von Verivox General Atlantic verweigert die Zustimmung. https://www.businesspeople.it/business/media/sfuma-la-trattativa-fra-prosiebensat-e-moltiply-nessuna-cessione-di-verivox/
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eisbaer1
Wachstumsfantasie namens Flaconi und Verivox
Zalando schlägt den Analystenkonsens für Q4 um Welten. Doe deutsche Konsumlaune zu Weihnachten wohl doch nicht nah der Apokalypse. Was heißt das wohl für Flaconi, die im Gegensatz zu Zalando schon in Q1 bis Q3 bomben Umsatz- und Gewinnwachstum aufwies? Alles fokussiert sich auf die Werbeerlöse, warum wohl hat Pro7 die Umsatzguidance im Gegensatz zur EBITDA Guidance nicht reduziert? Flaconi und Verivox werden die Umsatzerwartungen für Q4 m.E. deutlich schlagen und somit ihren Marktwert nochmals deutlich steigern. Das Pro7 Management hatte im Mai 2024 angekündigt, die Beteiligungen GEWINNMAXIMAL veräußern zu wollen und hierfür einen Veräußerungsprozess von bis zu 18 Monaten angekündigt. Von ebendiesen 18 Monaten sind bislang erst 7 vorbei. Das Management hat die Zahl 18 m.E. bewusst gewählt, weil man potenziellen Kaufinteressenten ganz klar signalisieren wollte, dass Flaconi und Verivox nicht zum Schnäppchenpreis offeriert werden. Jedes weitere Quartal, wo Flaconi den Umsatz mit 25 bis 30% steigert und die EZB den Leitzins um weitere 25 Basispunkte senkt, steigert Flaconis Unternehmenswert um 50 bis 100 Mio EUR. Wer hier aus Volainteresse auf eine schnellstmögliche Verkaufsnews hofft, hat offensichtlich kein Interesse an einem gewinnmaximalen Beteiligungsverkauf und mithin einer maximalen Wertsteigerung für Pro7. Die Zinsentwicklung in Euroland hat eine überragend wichtige Bedeutung für die Bewertung wachstumsstarker, aber derzeit noch unprofitabler oder erstragsschwacher Geschäftsmodelle wie Verivox oder Flaconi. Ein Leitzins von 2 statt aktuell 3% ermöglicht bei identischer Gewinnprognose ein 50% höheres Multiple! Es ist sonnenklar, dass Pro7 bei starkem Umsatz- und Gewinnwachstum der Beteiligungen die bis Juli erwarteten 100 Basispunkte Zinssenkung der EZB in aller Ruhe abwarten kann, während die Beteiligungswerte Monat für Monat steigen... MFE möchte Pro7 m.E. so weidwund wie nur möglich sehen, um eine Übernahme billigst möglich durchführen zu können. Gewinnmaximale Beteiligungsverkäufe verteuern für einen potenziellen Pro7 Übernehmer den Kaufpreis überproportional, wenn sich mit erfolgreichen Verkäufen und reduzierter Schuldenlast das Sentiment für die Aktie spürbar verbessert. Aus dieser Brille ist es rational, das Management zu mlglichst schnellen Beteiligungsverkäufen zu drängen. Alle anderen Aktionäre haben ein Interesse daran, Verivox und Flaconi so teuer wie irgend möglich zu verkaufen und Pro7 soweit bestmöglich zu entschulden. Für potenzielle Kaufinteressenten wiederum kann eine Übernahme der Beteiligungen zu einem weit höheren Preis durchaus rational sein, wenn die Finanzierungskonditionen und der gesamtwirtschaftliche Ausblick für Dtl und EU sich im Jahresverlauf 2025 (wie von mir erwartet) signifikant verbessern. Insofern unterstütze ich die knallharte Linie von Habets und Co., Verivox und Flaconi nur zu für Pro7 hochattraktiven Konditionen verkaufen zu wollen und im Zweifelsfall die selbst gesetzte 18 Monatsfrist voll auszureizen oder gar zu verlängern, um nicht zum Spielball von Schnäppchenjägern zu werden. Verivox und Flaconi haben m.E. beide Einhornpotenzial. Das sollte und muss sich im Kaufpreis widerspiegeln! Als sehr zufriedener Kunde beider Unternehmen bin ich überzeugt, dass Pro7 hier zwei richtig gute Assets hat, die man im Zweifelsfall auch gut und gerne behalten könnte, um damit ab 2025 ff. erstmals seit vielen Jahren wieder signifikantes Umsatzwachstum des Gesamtkonzerns zu erreichen, während das Mediengeschäft stottert, Flaconi in 2025 aber von 500 auf min 600 Mio Jahresumsatz wächst... Warum soll man dieses Wachstum irgendeinem US Finanzinvestor in den Rachen werfen, solange dieser nicht bereit ist, Pro7 hierfür einen außerordentlich hohen Kaufpreis zu bezahlen? Wachstumsstarke Geschäftsmodelle sind rar gesät in diesen Zeiten. Pro7 hat derzeit gleich zwei prosperierende Beteiligungen im Portfolio... MFE soll sich im Zweifelsfall vom Acker machen, wenn ihnen eine fair bewertete Pro7 in Wahrheit zu teuer ist...
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Submariner LV
@lehman08
was mich wirklich aufregt ist, dass der dax wieder im + ist und p7 was auf tt steht... aber wenn der dax runter geht dann geht p7 gleich mit... werde mir das noch ein wenig anschauen.. aber wenn p7 weiter so gedeckelt wird dann steige ich aus und stecke einen dicken block in die aareal bank rein. Gruß
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lehman08
@Submariner LV
Wie siehst du die weitere Kurzentwicklung unter diesen Marktgegebenheiten... Die schlechten News lassen mich nicht so rosig in die nahe Zukunft schauen...
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lehman08
777117 am 11.11.11
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lehman08
MDAX 11.11.11
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Häufig gestellte Fragen zur ProSiebenSat.1 Media Aktie und zum ProSiebenSat.1 Media Kurs

Der aktuelle Kurs der ProSiebenSat.1 Media Aktie liegt bei 4,93 €.

Für 1.000€ kann man sich 202,84 ProSiebenSat.1 Media Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der ProSiebenSat.1 Media Aktie lautet PBSFF.

Die 1 Monats-Performance der ProSiebenSat.1 Media Aktie beträgt aktuell 4,56%.

Die 1 Jahres-Performance der ProSiebenSat.1 Media Aktie beträgt aktuell 0,45%.

Der Aktienkurs der ProSiebenSat.1 Media Aktie liegt aktuell bei 4,93 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 4,56% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von ProSiebenSat.1 Media eine Wertentwicklung von -14,86% aus und über 6 Monate sind es -31,65%.

Das 52-Wochen-Hoch der ProSiebenSat.1 Media Aktie liegt bei 8,53 €.

Das 52-Wochen-Tief der ProSiebenSat.1 Media Aktie liegt bei 4,51 €.

Das Allzeithoch von ProSiebenSat.1 Media liegt bei 50,95 €.

Das Allzeittief von ProSiebenSat.1 Media liegt bei 0,91 €.

Die Volatilität der ProSiebenSat.1 Media Aktie liegt derzeit bei 56,05%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von ProSiebenSat.1 Media in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 7,17 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +45,55%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 7,17 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +45,55%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche ProSiebenSat.1 Media Kursziel beträgt 7,17 €. Das ist +45,55% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen ProSiebenSat.1 Media 1 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche ProSiebenSat.1 Media Kursziel beträgt 7,17 €. Das ist +45,55% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen ProSiebenSat.1 Media 1 x zum Kauf, 4 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 7,17 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +45,55%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die ProSiebenSat.1 Media Aktie bei 7,17 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der ProSiebenSat.1 Media Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,10 Mrd. €

Insgesamt sind 228,2 Mio ProSiebenSat.1 Media Aktien im Umlauf.

Am 16.10.2000 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Am 16.10.2000 gab es einen Split im Verhältnis 1:4.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von ProSiebenSat.1 Media bei 51%. Erfahre hier mehr

ProSiebenSat.1 Media hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

ProSiebenSat.1 Media gehört zum Sektor Medien.

Das KGV der ProSiebenSat.1 Media Aktie beträgt 5,96.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von ProSiebenSat.1 Media betrug 3.918.000.000 €.

Laut Daten gab es im letzten Monat eine Insidertransaktion, die Hinweise auf die Stimmung innerhalb von ProSiebenSat.1 Media gibt. Es handelte sich dabei um einen Verkauf der ProSiebenSat.1 Media Aktie

Ja, ProSiebenSat.1 Media zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.05.2025 eine Dividende in Höhe von 0,050 € gezahlt.

Zuletzt hat ProSiebenSat.1 Media am 29.05.2025 eine Dividende in Höhe von 0,050 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,02%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von ProSiebenSat.1 Media wurde am 29.05.2025 in Höhe von 0,050 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 1,02%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,050 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.